Konzertbericht G.O.N.D. 2010
Veranstaltungsort: 92286 Rieden, Kreuth 2
Veranstaltungszeitraum: Mittwoch 14.07.2010, 18:00 Uhr – Sonntag 18.07.2010, 12:00 Uhr
Bekannte Teilnehmer aus dem Radio: DieBoehseBine, The-Change und Locke (nur Mittwoch´s)
Bericht aus der Sicht von The-Change:
Dienstag 13.07.2010
Der Tag begann mit Vorfreude auf die G.O.N.D.2010, ich sah jede Stunde auf die Homepage der GOND um die restliche Zeit zu beobachten. Jede Minute verging quälend langsam. Doch ich überlebte diesen Tag, es wurde endlich Abend.
Am selben Tag 20 Uhr
Nachdem endlich die Sonne weitestgehend weg war und die Temperatur etwas sank, packte ich das Auto für den morgigen Tag. Zusätzlich habe ich mein Auto noch gewartet, bevor es dann endgültig losging.
Mittwoch, 14.07.2010
Nach sehr kurzer Nacht und frühem aufstehen war der Tag der G.O.N.D. 2010 da. Bereits um 8 Uhr machte ich mich bereit, um Richtung Rémich (Luxemburg) zu fahren. Nach Ankunft in Luxemburg, habe ich getankt und habe etwas Alkohol eingekauft (man möchte ja versorgt sein). Nach meiner Shopping-Tour durch die Luxemburgischen Läden, fuhr ich zurück nach Neunkirchen (Saarland). Die ersten 200km hatte ich hinter mir (es sollten noch 800km folgen).
Nachdem ich alles in Neunkirchen erledigt hatte, fuhr ich Richtung Bad Langensalza (Thüringen). Wieso Langensalza werden sich viele fragen. Da Bine´s Auto in der Werkstatt stand und sie nicht wusste wie sie denn nach Kreuth kommen sollte.
Ankunft auf dem Rastplatz Frankfurt:
Da ich zu dieser Zeit bereits vierhundert der tausend Kilometer zurückgelegt habe, musste ich mal Pause machen, also fuhr ich den Rastplatz in Frankfurt an um mich etwas auszuruhen. So stand ich da, bis ich meinen Dialekt gehört habe, direkt neben mir stand ein Wagen mit dem Kennzeichen SLS (Saarlouis) welches auch in Fachkreisen „Saarländische Lenkrad-Sau“ genannt wird. Endlich wieder saarländisch reden, toll. Nach 20 Minuten Pause ging es weiter zu meinem ersten Ziel Bad Langensalza zu Bine.
Ankommen in Bad Langensalza:
Endlich am 1. Ziel nämlich Langensalza angekommen, hab ich nach mehr als 365 Tagen Bine wiedergesehen. Da wir uns eigentlich nur im Chat und in einem VoIP-Server unterhalten, war die Konversation dementsprechend gering. Vor allem da ich mit seit 650km mit „Saarländer-Schnauze“ gesprochen habe, fiel es mir im Gegensatz zu Bine hochdeutsch zu reden. Wir packten das Auto mit ihrem Zeug voll und es ging los gen Rieden in der Oberpfalz.
Hinfahrt nach Kreuth/Ankommen auf dem Festivalgelände:
Die Fahrt nach Kreuth sollte sich 150km vor Kreuth zur Geduldsprobe entwickeln, davon wussten wir aber in Thüringen noch nichts, uns war es im Prinzip nur wichtig uns nach mehr als einem Jahr wiederzusehen und zusammen in Kreuth zu feiern.
Wie heißt es doch so schön? Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. 150Km vor unserem Ziel gab es auf der A5 Stau über Stau insgesamt 5 Stunden Stau hatten wir hinter uns, zumindest meine Nerven lagen blank. Irgendwann fing ich an zu singen „Hey, wir steh´n im Stau“.
Abfahrt Amberg, endlich freie Fahrt durch bis Kreuth. Auf dieser Stelle der Autobahn kamen uns ausschließlich PKW´s mit und ohne Anhänger, LKW´s und Busse entgegen die zur GOND wollten. Angekommen in Kreuth wurden wir auf einen Parkplatz verwiesen, der schätzungsweise 1000m vom eigentlichen Festivalgelände entfernt war. Wir liefen zweimal vom Auto zum Zeltplatz und umgekehrt. Es bahnte sich ein Gewitter an, also schnell Zelte aufbauen damit wir wenigstens sicher sind. Die Zelte standen und für mich war es Zeit den „Brand“ zu löschen, also schnell ein gutes Bier rein, das leider warm wie Pisse war. Irgendwann fiel mir dann auf, das ich Locke und Bine verloren hab. Also fein suchen (man hat ja auf einem Festival sonst nicht viel zu tun). Nachdem ich schätzungsweise fünfmal den gesamten Zeltplatz 2 durchsucht habe, fand ich die beiden, ca. 7m von meinem Zelt entfernt (Danke an euch beide). Also mal einfach dabei gehockt, vorgestellt und Bier getrunken das dank der Nacht endlich etwas kälter geworden ist.
Leider sollte die ausgelassene Stimmung schnell kippen, denn Locke wurde von einem der dabei sitzenden Typen angegangen, Locke ging nach ca. 10 Minuten Streit weg und war die ganze Nacht sonst wo. Bine wurde derweilen von einem anderen Kerl zu getextet der entweder an Konversationsmangel litt oder Notstand hatte, doch er blieb alleine, denn wenn Bine eins kann dann sich wehren. Die Nacht neigte sich nach den Strapazen der Hinfahrt zu Ende, ich ging schlafen.
Donnerstag 15.07.2010
Der nächste Morgen fing so an wie der letzte aufgehört hat, mit Bier (Morgens um 8 Uhr, für manche eklig, für mich mit 2 Restpromille eigentlich keine schwere Aufgabe). Nach meinem dritten Konter-Bier gegen das allerschlimmste, konnte der Tag beginnen. Einige Stunden später, war ich wieder weitestgehend nüchtern.
Die erste Band, die ich gesehen hatte waren die „Krawallbrüder“ um 21:00 Uhr gespielt haben. 21 Uhr bedeutet für alle Festival-Besucher, 3 Promille intus, so auch bei mir. Also im Dauerstrom, bin ich in den Pogo-Kreis gegangen und hab mit 3 Promille gepogt. Nachdem ich schätzungsweise 25 mal auf die Schnauze gefallen bin, einen Springerstiefel gegen den Kopf bekam und ich nach dem Tritt gegen den Kopf desorientiert auf dem Boden lag und nicht mehr aufstand, bekam ich am Ende eine Spezialansage (die in etwa so lautete: „Und auch ein großes Dankeschön an den Idioten der 25 mal aus dem Pogo-Kreis gezogen werden musste.). Danach spielten lediglich noch „Kneipenterroristen“ und „Heilige Bruehder“. Kneipenterroristen bekam ich nur von der Ferne mit, Heilige Brüder gar nicht. Nach Krawallbrüder hatte ich noch eine dreiviertel Flasche Whiskey (unverdünnt) und jede Menge Bier und Pfeffi intus, ich war randvoll. Bine hat´s gefreut. Wie waren ihre treffenden Worte: „Du bist so voll wie letztes Jahr, ich hab dich besoffen kennengelernt und so machst du hier auch weiter“. Ob es böse, sarkastisch oder als Belustigung gedacht war weiß ich nicht, war mir auch egal, ich hab meinen Auftrag erfüllt, ich war rotzevoll. Gegen ca. 3 Uhr war bei mir der Ofen aus, ich ging erneut schlafen.
Freitag 16.07.2010
Am nächsten Tag bin ich seltsamer Weise ziemlich gut aufgestanden, etwas wackelig auf den Beinen aber ohne Kopfschmerzen. Das sollte auch so bleiben, den Tag über habe ich nur Wasser getrunken. Als Bine mich gefragt hat ob ich das Kommentar von den Krawallbrüdern mitbekommen hätte, konnte ich nur mit „Nein“ antworten und sie war so gemein und hat auf´m Zeltplatz rumgebrüllt: „FILMRISS, FILMRISS, FILMRISS“ bis irgendwann eine Stimme über den Platz erschallte: „Ja und? Ich auch!“. Langsam aber sicher kam jede Erinnerung an diesen Tag zurück. Dem Wasser sei dank. So lebte und vegetierte ich über den Tag in einer Bullenhitze. Ich hab mich langsam aber sicher in den Schatten verkrochen, wo ich geschlagene 5 Stunden saß.
Um 18:20 Uhr endlich, spielte die Band die ich sehen wollte „Kärbholz“. Warum wollte ich die sehen? Ganz einfach, ich dachte da geht Bine endlich mal richtig ab. Pustekuchen! Sie stand still da wie ein Sack Mehl, wobei sie letztes Jahr eigentlich sehr geil abging. Und auf die Schultern wollte sie auch nicht von mir genommen werden damit sie sieht. Antwort von ihr: „Hör auf, ich seh doch!“. Was eigentlich nur gelogen sein konnte, denn ich bin größer als sie und hab auch nicht viel gesehen, was man an fehlenden Bildern erahnen kann.
Gäste bei Kärbholz würde ich sagen das es um die 5.000 von den 20.000 Besuchern waren.
Nach der Spielzeit von Kärbholz war erstmal Pause, Engel in Zivil kamen direkt nach Kärbholz.
Um 21:20 Uhr spielte die Band aus Berlin „Berserker“. Der Live-Auftritt der Band fand ich relativ bescheiden, denn ich hatte die Band auf der Ehrlich und Laut Rocknacht 2008 besser in Erinnerung. War leider enttäuschend. Doch, es passierte eine kleine Sensation. Bei dem Lied „Das Schwein“ hatte sich Bine das erste mal bewegt. Wow. Meine Favoriten-Lieder die gespielt wurden waren:
- Direkt ins Herz
- Kein Blick zurück
- Auf Wiedersehen
mehr leider nicht. Der Tag ging mit unter 1 Promille zu Ende. Dennoch sollten wir alle auf dem Zeltplatz wach bleiben beziehungsweise wach werden, denn um 3:00 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag gab es ein heftiges Unwetter in der Oberpfalz. Als ich wachwurde (hab auf die Uhr geschaut 03:50Uhr), dachte ich das Zelt fliegt mir gleich um die Ohren. Es ging ein Wind wie nichts gutes, es blitze am laufenden Band, es regnete wie aus Eimern und es war extrem kalt geworden, während wir am Tage schätzungsweise 38°C hatten hatten wir in der Nacht vielleicht noch 13°C. Irgendwann rief mich Bine an um zu hören ob ich im Zelt bin (Ja, sie hat sich Sorgen um mich gemacht, die kleine^^). Da aber mein Handy 5 Jahre alt ist, davon 3,5 Jahre auf der Baustelle ist die Qualität des Telefonierens dementsprechend gesunken. Also Klamotten an, Pulli an und Schuhe an, raus aus dem Zelt im strömenden Regen und erst zu Bine´s Zelt gelatscht. Da ich dachte das sie etwas Angst hatte, wollte ich natürlich wissen was los sei, da sie meine beste Freundin ist, machte mir der eiskalte Regen wenig aus. Also ans Zelt von ihr und nachfragen. Sie wollte wie gesagt nur wissen wo ich stecke. Wenigstens hatte sie keine Angst (Sie ist halt tapfer

). Gegen fünf Uhr in der Früh bin ich wieder eingeschlafen.
Am nächsten Tag bin ich zuerst aus dem Zelt gekrochen um nachzusehen ob bei mir oder bei Bine etwas am Zelt kaputt ging, dem war nicht so (Na, Gott sei dank...was hätte man wieder gedacht wenn ich in dem Bericht hier schreiben musste das der eine bei dem anderen mit im Zelt schlafen musste?).
Samstag 17.07.2010
Der Samstag begann eigentlich damit das ich erstmal das Chaos um uns herum beseitigt habe das, der Wind verursacht hat. Wir haben in den Tag hineingelebt. Bis gegen 18 Uhr erneut der Wind auffrischte und es eine erneute Unwetterwarnung gab die ab 21 Uhr galt. Es wurde irgendwann gegen 19 Uhr so kalt, das selbst ich irgendwann gefroren habe. Pullover war nass, weil ich mir Sorgen um Bine gemacht hab, also musste ich einen anderen Weg finden um warm zu bekommen. Lachen war da eine gute und schöne Alternative. Das tat ich auch, ich hab soviel Müll erzählt und wenn Bine gelacht hatte hab ich auch gelacht mir war es nach einiger Zeit wieder warm. Endlich 21Uhr, Frei.Wild-Zeit. Leider fing es genau dann an zu regnen. Nach dem Soundcheck und 4 Liedern und einigen Aufnahmen (Video) mussten wir abbrechen, wir gingen zum Zeltplatz zurück, total durchnässt aber in der Gewissheit das die Zeit die Bine und ich zusammen verbracht haben nicht umsonst war. 22:35 Uhr war Feierabend. Ich dachte mir lediglich im Zelt nur noch, weshalb ich eigentlich so einen riesigen Umweg von über 300 km gemacht habe um meine beste Freundin mitzunehmen. Die Frage quälte mich. Nach mehr als 2 Stunden überlegen und Gründen warum ich sie so mag fiel endlich die Antwort: Ganz einfach, weil sie auch immer für mich da ist und sie das sicher auch für mich getan hätte, deshalb.“ Zusätzlich ist sie meine wie schon zweimal erwähnt beste Freundin. (Wenns schmalzig wird Bescheid sagen, ok?). Ich schlief mit gutem Gewissen das ich jemandem helfen konnte ein. Die Nacht ging der nächste Tag kam.
Sonntag 18.07.2010
Der Sonntag war der wohl blödeste Tag nach dem aufwachen direkt das Zelt abbauen und alles wieder einladen. Als endlich alles verstaut war, ging es los Richtung Bad Langensalza. Da mich dort Bine erneut für ein Jahr verlassen sollte, wollte ich sie eigentlich mit Panzerband umwickeln, in den Kofferraum werfen und sie mit ins Saarland holen. Mir gingen die ersten 20Km eigentlich nur eines durch den Kopf: „Nur noch 3 Stunden dann fährst du wieder alleine, so ne Scheiße“. Tja, die 3 Stunden vergingen schnell und Bine war aus dem Auto gestiegen, zurück auf der Autobahn Richtung Frankfurt am Main war ich sogar ziemlich traurig darüber das es bereits vorbei war und mir klar wurde das es erneut ein Jahr dauert bis ich sie wiedersehen werde (klingt schmalzig, ist es aber nicht, denn wer so dicke miteinander im Chat und im TS ist darf auch mal traurig darüber sein). Die letzten 100km nach Neunkirchen waren schlimm, ich wurde müde und wollte nicht mehr fahren.
Die Abfahrt Ramstein-Miesenbach kam, ich war nah dran zuhause anzukommen es kam die Abfahrt Homburg/Bexbach und endlich die letzten Kilometer auf der A8 Richtung Neunkirchen. Zuhause angekommen ausgeladen, Zelt aufgehangen, geduscht kurz noch nach dem Rechten auf meinem PC geguckt und dann Fernsehen an. Das war die G.O.N.D. 2010 in Kreuth/Rieden.
Fazit: 5 Tage GOND sind definitiv nichts für Festival-Anfänger. Dennoch Spaß macht das ganze. Doch da jeder mal einen Tapetenwechsel braucht werde ich 2011 wohl nicht mit dabei sein.
Schönes Festival, gute Bands, sehr geile Stimmung jede Menge neuer Leute und ein Top-Organisiertes Festival.
Das Schlusswort.
Wir wollen die Onkelz hören, ihnen die Treue schwören.